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„Mein Herr!“ ſprach er, ſeine Stimme zu einem Flüſtern dämpfend,„es iſt ein großes Glück, daß ich Sie gleich treffe; ich kam dieſen Morgen und einzig in der Abſicht in die Stadt, um Sie aufzuſuchen. Ich trage ein Paket bei mir, das, glaube ich, für Sie von der größten Wichtigkeit ſein wird. Aber,“ fügte er ſich umblickend hinzu,„die Straße iſt kein paſſender Ort für meine Mit⸗ theilung— parbleu und morbleu! es gibt Leute, welche das leiſeſte Geſpräch durch eine Mauer hindurch hören — erlauben Sie mir, morgen bei Ihnen vorzuſprechen.“
„Morgen! das iſt ein Tag, in welchem ich ſehr in Anſpruch genommen bin, vielleicht kann ich aber ein paar Augenblicke für Sie erübrigen, wenn ihnen dies genügt, oder kommen Sie übermorgen, wo die Dauer unſeres Geſpräches ganz von Ihrem Belieben abhän⸗ gen ſoll.“
„Parbleu, Monsieur, ſehr verbunden— ſehr; doch will ich Ihnen mit einem Worte ſagen, wer ich bin und was mein Geſchäft iſt. Ich heiße Maria Oswald, bin in Frankreich geboren und der Halbbruder jenes Os⸗ wald, der Ihres Oheims Teſtament verfaßte.“
„Guter Himmel!“ rief ich aus,„iſt es möglich, daß
Sie etwas von dieſer Sache wiſſen?“
„Stille— ja, Alles! mein armer Bruder iſt ſo eben geſtorben, und ich trage, mit einem Worte, ein Paket bei mir, das er mir auf ſeinem Todtenbette übergak. Wollen Sie mich alſo vorlaſſen, wenn ich es morgen bringe?“
„Gewiß; kann ich Sie nicht heute Abend ſehen?“
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