Teil eines Werkes 
1. Bd. (1845)
Entstehung
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„Daß ich ten Bund anzunehmen getenke; aber Vater, ich bin ein unentſchloſſener Menſch— ich muß Bedenkzeit haben.“

„So ſei es denn. Morgen, nachdem ich mein Amt wieder Ihrem Oheime übergeben, reiſe ich nach Frank⸗ reich ab.“

„Nach Frankreich!“ ſagte ich;„und wie dies 2— gewiß wird Sie der Krieg an der überfahrt ver⸗ hindern.“

Der Prieſter lächelte. Nichts mißfiel mir je mehr, als dieſes Lächeln des Prieſters.„Die Geiſtlichen,“ ſagte er,„find die Geſandten des Himmels und haben nichts mit den Feindſeligkeiten der Erde zu ſchaffen. Es wird mir nicht ſchwer werden, den Kanal zu paſſiren. Vielleicht werde ich einige Monate, vielleicht ein ganzes Jahr nicht zurückkehren; bis dahin laſſe ich Ihnen Zeit, ſich über die vorgeſchlagenen Bedingungen zu bedenken. Befriedigen Sie indeſſen meine Eitelleit dadurch, daß Sie meine Macht in Anſpruch nehmen; nennen Sie irgend einen Auftrag, den ich Ihnen in Frankreich be⸗ ſorgen ſoll.“

„Ich kann mich auf keinen beſinnen— voch, halt—“ und ich verſpürte eine gewiſſe Neugierde, die Macht, deren er ſich rühmte, auf die Probe zu ſtellen—„ich habe geleſen, Könige ſeien mit einem äußerſt nachgiebi⸗ gen Gedächtniſſe geſegnet und vergeſſen ihre Günſtlinge gänzlich, ſobald ihnen dieſelben nicht mehr von Nutzen ſein können. Sie ſehen vielleicht, ob der Name meines Vaters ein unbekannter am Hofe des großen Königs geworden. Ich geſtehe, daß ich gerne hierüber Aufſchluß

Bulwer, Devereur. I. 4