Teil eines Werkes 
1. Bd. (1845)
Entstehung
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vaß meine Mutter auf den Abbe horchte, deſſen Blick ſtreng, kalt und verächtlich auf mir haftete. Aber mein Oheim lehnte ſich über das Geländer der Galerie, den Federhut in ſeiner Hand, den er, als mein Auge dem ſeinigen begegnete, freundlich ſchwenkte— wie wenn er mir vadurch ein Zeichen der Ermuthigung geben wollte. Dabei war ſeine Miene ſo gütig und liebevoll, daß ich meinen Schritt, als ich dem Conklave der Lehrer näher kam, ordentlich ſtolzer werden fühlte.

„Morton Devereux,“ ſagte der Vorſteher der Schule, und die ruhige, laute, ernſte Stimme füllte den Saal, „wir haben Ihre, an den drei letztverflofſenen Tagen gefertigten ſchriftlichen Arbeiten durchgeſehen, und dieſe haben uns ebenſo mit Verwunderung wie mit Ver⸗ gnügen erfüllt. Antworten Sie uns jetzt ruhig und geſammelt.“

Bei dieſen Worten ließ ſich ein lautes Gemurmel in der Nähe meines Oheimes hören, das ſich nach und nach durch den ganzen Saal verbreitete. Wieder blickte ich empor— das Antlitz meiner Mutter war abge⸗ wandt, das des Abbe undurchdringlich; aber ich ſah, wie mein Oheim ſich die Augen wiſchte, und fühlte eine ſeltſame Empfindung in meinen eigenen ſich regen. Ich kehrte mich eilig ab und überreichte mein Papier— der Hauptlehrer nahm es in Empfang, legte es auf die Seite und ſchritt zu der mündlichen Prüfung.

Der Punkte kundig, in welchen Gerald wahrſchein⸗ lich nicht ganz feſt ſein würde, hatte ich jenen kleinen Einzelnheiten der Schulgelehrſamkeit beſondere Auf⸗ merkſamkeit gewidmet, und meine Vorſorge kam mir