Teil eines Werkes 
1. Bd. (1845)
Entstehung
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Geheimniß, manches verborgene Wiſſen von den Sitten und Gebräuchen der Alten, ſowie von Derer Literatur, zu deren Erlangung mich die Neugierde geführt hatte, und die, wie ich wußte, nie in die Köpfe derjenigen gekommen waren, welche, zufrieden mit ihrem Ruhme in der gewöhnlichen akademiſchen Routine, ſich nie träu⸗ men ließen, auf minder betretenen Pfaden des Wiſſens zu wandern. Zum Glück für mich war Gerald überdies ſeines Erfolges ſo gewiß, daß er in der neueſten Zeit jede Sorge, ſich deſſelben zu vergewiſſern, fahren ließ, und da keiner unſerer Schulgenoſſen die Eitelkeit hatte, an einen Wettkampf mit ihm zu denken, ſo ſchien er ſogar in den Augen des Abbeé wegen ſeiner Sorgloſig⸗ keit gerechtfertigt.

Der Tag kam. Sir William, meine Mutter, der ganze Adel der Nachbarſchaft waren bei der Prüfung zugegen. Wenige Stunden vor dem Anfange kam der Abbe an mein Zimmer; er fand die Thüre verſchloſſen.

„Undankbarer Knabe,“ ſagte er,„laſſen Sie mich ein— ich komme auf das ernſte Verlangen Ihres Bru⸗ ders Aubrey, um Ihnen einige vorbereitende Winke hinſichtlich der Prüfung zu geben.“

„Er kommt wirklich auf meinen Wunſch,“ rief die ſanfte Silberſtimme Aubrey's in bittendem Tone;„laſſe ihn ein, lieber Morton, um meinetwillen.“

„Geht,“ rief ich bitter von innen,„geht— Ihr ſeid Beide meine Feinde und Verleumder— Ihr kommt, um meine Schande im Voraus zu verhöhnen; aber viel⸗ leicht habt Ihr Euch doch getäuſcht.“

Bulwer, Devereur. I. 3