Teil eines Werkes 
2. Bd. (1845)
Entstehung
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aubers Schutz findet als in der Wildniß und in der Höhle— wo Kummer unb Täuſchung, Schande und e Schatten des frühen Todes ihren ungeregelten Fußiritten folgen und gleich den Furien den kurzen und gefahrvollen Schlummer des Oreſtes bevbachten — auf dieſer Erde iſt es ſüß, wenn auch nur auf inen Augenblick, die Liebe in einem Tempel zu ſchen, welcher der Darbringung unſerer Gelübde wür⸗ ig iſt.

Denn euch, junge Liebende, deren glückliches Geſchick einen Gegenſatz bildet zu dem düſtern Schick⸗ ſil derjenigen, von welchen dieſe ungeordnete Ge⸗ ſhichte ebenfalls berichtet hat, die in Kummer und

Mangel einander liebten, wie ihr unter den gleichen Früfungen des Glücks und des Glanzes ebenfalls thun werdet— denn euch ſtehen lange Jahre des Son⸗ tenſcheins bevor— Jahre, die, indem ſie eure Tu⸗ genden reifen, nur eure Liebe erhöhen werden!— Verzeiht, wenn euer Geſchichtſchreiber einen kurzen Angenhlick verweilt, um den Erguß ſeiner eigenen Gefühle mit der Erzählung zu vereinen, die er den ſrtigen weiht! Schönes Weſen, welches ich jetzt in leiner wilden und knabenhaften Viſion erblicke, mit deinen ſauften Augen, die den Spiegeln der menſch⸗ lchen Zärtlichkeit gleichen und deiner reinen Stirn, no nie weder Wolke noch Schatten den Aufenthalts⸗ att aller milben und weiblichen Gevanken trübte, und dein feenartiger Schritt, wo die Wachſamkeit und Sorge der Liebe vorherrſchen und nie ſchlummern, heſt du die Ouellen meines Herzens mit einem tiefen Bulwer, der Verſtoßene. M⸗ 2