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laſſen, daß Herr Talbot ſein Verwandter ſei. Dies, wie Du leicht einſehen wirſt, veränderte Herrn Lin⸗ dens Verhältniß zu Dir gänzlich. Sein Rang im Leben wurde nicht nur ungewiß, ſondern auch verdächtig. Auch war dies nicht Alles; ſelbſt ſein Ruf war nicht mehr tadellos. Sollte dieſe zweifelhafte und zudring⸗ liche Perſon, ohne Namen und mit befleckter Ehre, Dein Gatte werden? Nein, Flora, und in dieſer un⸗ willigen überzeugung ſprach ich vor einigen Tagen mit Dir. Verzeihe mir, mein Kind, wenn ich weniger vorſichtig und weniger vertrauensvoll war, als ich jetzt bin. Ich dachte nicht, daß die Wunde ſo tief ſei, und glaubte Dich am beſten heilen zu können, wenn ich mit Deiner Gefahr unbekannt zu ſein ſchiene. Der Fall iſt jetzt anders; Deine Krankheit hat mich von meinem Fehler und von der Größe Deiner unglück⸗ lichen Neigung überzeugt; aber wird mein eigenes, theures Kind mir verzeihen, wenn ich fortfahre und die Mißbilligung ihrer Wahl beſtätige? Am letzten Abend trat Herr Linden in meine Loge. Ich geſtehe, daß ich kälter gegen ihn war als gewöhnlich. Er ver⸗ ließ uns bald, und nach der Oper ſah ich ihn mit dem Herzog von Haverfield, einem der unverbeſſer⸗ lichſten Wüſtlinge unſerer Tage, ein Frauenzimmer von dem ſchlechteſten Rufe und der feechſten Verwor⸗ fenheit hinausführen. Er hätte einige Schicklichkeit, einigen Anſtand zeigen können, voch er ging an mir vorüber— an der Mutter des Frauenzimmers, welchem er ſeine Gelübde ehrenvoller Anhänglichkeit ſchuldig war, und das in demſelben Augenblick unter der Be⸗


