zu brechen drohten— mit bald zorniger, bald nur trauriger Stirn— und einer Geſichtsfarbe, die in einem Augenblick von Fieberglut geröthet und im nächſten bleich und farblos war, als hätte ein Ge⸗ ſpenſt ſeine Wange gebleicht— ging Clarence in ſeinem Zimmer auf und ab, nicht nur der Scham— der bitterſten Qual eines jungen und hochgeſtimmten Geiſtes— ſondern auch andern ſtreitenden Gefühlen hingegeben, die abwechſelnd ſeine Wuth aufregten und lähmten, und ſeinen Entſchlüſſen in einem Augenblick eine faſt wilde Grauſamkeit und im nächſten ein bei⸗ nahe feiges Schwanken verlieh.
Die Glocke hatte eben zwölf geſchlagen, als ein Klopfen an die Hausthür einen Gaſt anmelbete. Man hörte Schritte auf der Treppe, und gleich darauf wurde an Lindens Thür geklopft. Er öffnete ſie und der Herzog von Haverfield trat ein.
„e suis charmé de vous voir,“ rief der Herzog mit ſeiner gewohnten, halb freundlichen, halb nach⸗ läſſigen Anrede.„Ich war entſchloſſen, Sie zu be⸗ ſuchen und der Erſte zu ſein, der Ihnen ſeine Dienſte in dieſer unangenehmen Sache anbietet.“
Clarence drückte des Herzogs Hand, gab aber keine Antwort.
„Nichts konnte unſchöner ſein, als Lord Borv⸗ daile's Benehmen,“ fuhr der Herzog fort.„Ich hoffe, Sie fechten und ſchießen gut. Ich werde Ihnen nie verzeihen, wenn Sie einer ſolchen Behandlung nicht
bald ein Ende machen.“
Clarenee ging noch in großer Unruhe im Zimmer


