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433 ſiel auf ein Antlitz, welches, obgleich vierzig Jahre der Liſt und des Truges über daſſelbe dahingegangen waren, ſo glatt und faltenlos war, wie das eines Knaben. Kleine, wohlgebildete Züge— eine blühende Geſichtsfarbe— Augen vom hellſten Blau— eine hohe, aber ſchmale Stirn, und ein Mund, den das Lächeln nie verließ: dieſe, vereint mit einem Weſen, welches zugleich ſanft und vertrauensvoll war, und einem eleganten, aher unaffeetirten Studium der Klei⸗ dung, verliehen Crauford ein perſönliches Ausſehen, welches wohl geeignet war, vie Wirkang ſeines heuch⸗ leriſchen und ſich verſtellenden Geiſtes zu unterſtützen.
„Nun, mein Freund,“ ſagte er,„immer bei Ihren Büchern— he? Oh, es iſt ein glücklicher Geſchmack; ich wollte, ich hätte ihn mehr eultivirt; aber wir, die wir zum Geſchäft verurtheilt ſind, haben wenig Muße, unſern Neigungen zu folgen. Nur Sonntags habe ich Zeit zum Leſen, und dann— um die Wahrheit zu ſagen, ich bin ein altmobiſcher Mann, über den die luſtige Welt lacht— und dann bin ich zu beſchäftigt mit dem Buch der Bücher, um an weniger wichtige Studien zu denken.“
Da Glendower keine beſondere Antwort auf dieſe fromme Rede für nöthig hielt, ſo benützte er die Pauſe nicht, die Crauford offenbar in dieſer Abſicht machte. Mit einem Blicke auf die Frau des Gelehr⸗ ten fuhr unſer Freund fort:„Einſt in meinen jungen Träumen beabſichtigte ich, wenn ich mich verheirathete, einen Beruf zu verlaſſen, zu welchem ich bei alle⸗ dem wenig geeignet bin. Ich ſtellte mir einen Landſitz Bulwer, der Verſtoßene. I. 2²8


