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„Jetzt werbe ich dieſen Mann in meiner Macht haben,“ murmelte Crauford zwiſchen den Zähnen, als er das Haus verließ und ſich in ſein Geſchäftslokal begab. Kalt und einſchmeichelnd, in ſeinem verſchloſ⸗ ſenen und finſtern Geiſte verſchiedene liſtige und bos⸗ hafte Spekulationen hedenkend, ſaß er unter ſeinen Rechnungsbüchern und ſeinem Golde, gleich der Per⸗ ſonifikation jenes Mammons, deſſen gewandteſter, ob⸗ gleich geheimer Anhänger er war.
Richard Crauford war von einer neuen, obgleich nicht unbebeutenden Familie. Sein Vater war in den Handelsſtand getreten und hatte ſeinem Sohne eine angeſehene Firma und einen in ſeinem Stande ſehr geachteten Namen hinterlaſſen. Dieſer Sohn war ein Mann, den viele und entgegengeſetzte Eigenſchaften zu einem Charakter von ſehr ſeltſamer und ungewöhn⸗ licher Art machten. Obgleich er die mühſame Erwer⸗ bung des Golbes liebte, ſo war er doch gleichfalls der prunkſüchtigen Verſchwendung ergeben. Sehr er⸗ fahren in dem caleulirenden Geſchäfte ſeines Berufs, liebte er ebenfalls die üppigen Vergnügungen; aber das Vergnügen war wohl geeignet für ſeinen Geiſt. Der göttliche Rauſch jener Liebe, deren Menſchlich⸗ keit die Zartheit und Reinheit der Neigung adelt, war für ihn ein Gegenſtand, von dem ſelbſt ſeine jüngſte Phantaſie niemals geträumt hatte. Die ge⸗ ſelligen Genoſſen des Weinbechers(die für den Sanften eine Entſchuldigung, für den Strengen eine Verſuchung ſind)— die edle Erweiterung des Herzens— das zunehmende Verlangen der zärtlichen Neigung— der


