Teil eines Werkes 
1. Bd. (1845)
Entstehung
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auf einen Augenblick roth, als er ſich in ſeinem be⸗ ſcheidenen Zimmer umſah, da es die offenbaren Zei⸗ chen der Armuth enthielt; aber ſeine Anrede war ruhig und gefaßt, und welche Kränkung er auch em⸗ pfinden mochte, ſo zeigte er ſie doch nicht in dem Ton ſeiner Stimme, noch in der Verlegenheit ſeines Benehmens. Durch vieſes Weſen ermuthigt, obgleich es ihn insgeheim ärgerte, und nicht im Stande, die Würde des Geiſtes zu ſchätzen, die dem Mißgeſchick mehr etwas Majeſtätiſches als etwas Ernievrigendes verlieh, beſchloß Crauford, ſeinen Beſuch zu wieder⸗ holen, bis die Bekanntſchaft in eine gewiſſe Vertrau⸗ lichkeit überzugehen ſchien, obgleich, wenigſtens auf Glendowers Seite, von keiner Freundſchaft die Rede ſein konnte. Freilich hatte Crauford etwas in Glen⸗ dowers Benehmen zu überwinden, welches offenbar kälter wurde im Verhältniß wie er die Beſuche wie⸗ derholte, und enblich ſagte Glendower mit einer Leich⸗ tigkeit und Ruhe, die auf einen Augenblick ſelbſt Crau⸗ fords Frechheit erſchütterte:„Glauben Sie mir, Herr Crauford, ich ſchätze Ihre Aufmerkſamkeit vollkom⸗ men; aber da vie umſtände gegenwärtig von der Art ſind, daß unſer Umgang unſern beiderſeitigen Ge⸗ wohnheiten und Geſinnungen nicht entſprechen kann, ſo werven Sie wahrſcheinlich meine Veweggründe ver⸗ ſtehen und verzeihen, wenn ich nicht länger eine Höf⸗ lichkeit zu empfangen wünſchte, die, welches auch meine Gefühle ſein mögen, ich nicht im Stande bin, zu erwidern.“

Crauford wurde roth unb ſchwieg einen Augen⸗