Teil eines Werkes 
1. Bd. (1845)
Entstehung
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67 Fuß auf den Weg, meine nächſte lebende Verwandie zu beſuchen. Unterwegs traf ich, aber an einem ſehr verſchiedenen Orte, die Rotte, die Sie geſtern Abend ſahen. Beim Himmel! das war ein fröhliches Wie⸗ derſehen für mich; ich ſchloß mich ihnen an, reiste mehre Tage mit ihnen— und nie verlebte ich eine glücklichere Zeit. Nach vielen Jahren der Knechtſchaft, der Steifheit und der übereinſtimmung mit der Welt, fühlte ich mich endlich frei, gleich dem aus dem Käfig entflohenen Vogel. Mit welchem Entzücken theilte ich die rohen Scherze, die ſchurkiſchen Streiche, die geſtohlenen Mahlzeiten und die obdachloſen Nächte dieſer ſorgloſen Vagabunden. O Herr, mögen Sie nie— um ſein zu können, was die Welt einen ehr⸗ lichen Mann nennt— das Glück kennen, ein Schurke zu ſein!

„Ich verließ meine Reiſegefährten vor der Stabt, wo meine Schweſter wohnte. Nun kam der Gegen⸗ ſatz. Etwas erhitzt, gemein gekleidet, und mit dem Staube eines langen Sommertages bedeckt, wurde ich in ein kleines Geſellſchaftszimmer geführt, achtzehn Fuß lang unb zwölf tief, wie man mich ſpäter ziem⸗ lich pomphaft benachrichtigte. Ein greller Teppich, grün, roth und gelb, bedeckte den Fußboden. Das lebensgroße Bild eines hagern Frauenzimmers ſtarrte mich mit widerwärtigem Geſichte vom Kamingefims an; drei ausgeſtopfte Vögel— die wahren Sinnbilder des häuslichen Lebens— ſtanden ſteif und ſelbſt noch nach dem Tode in einen gläſernen Käfig eingekerkert da. Ein Feuerſchirm und ein zierlicher Kamin; Stühle