Teil eines Werkes 
1. Bd. (1845)
Entstehung
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balb Meg dieſe Einzelheiten erfuhr, ſage ich, drängte ſie ſich bis in das Krankenzimmer, ſiel neben dem Bette auf die Kniee, geſtand ihr Verbrechen und ſtellte mich meinen Eltern vor. Verſchiedene kleine Beweiſe der Zeit, des Ortes und der Umſtände, die Kleidung, die ich getragen, als ſie mich geſtohlen, und die ſie noch aufbewahrt hatte, ſowie eine auf⸗ fallende Ihnlichkeit mit meinen Eltern, beſonders mit meinem Vater, brachten jeden Zweifel und jede Ungläubigkeit zum Schweigen, und ich wurde mit einer Freude aufgenommen, die ich vergebens zu ſchil⸗ dern verſuchen würde. Meine Rückkehr ſchien meine Mutter aus dem Grabe zurückzurufen; ſie lebte noch viele Monate länger, als ihre Arzte es für möglich hielten, und als ſie ſtarb, empfahl ſte mich mit ihren letzten Worten dem Schutze meines Vaters.

„Mein Vater bedurfte einer ſolchen Bitte nicht. Er verſchwendete an mir alle jene überflüſſige Zärt⸗ lichkeit, welche die guten Leute, die entſchloſſen find, ihre Kinder zu verziehen, in ſo reichlichem Maße an⸗ wenden. Er konnte den Gedanken nicht ertragen, mich in die Schule zu ſchicken, und nahm daher einen Hauslehrer für mich an, einen ſanften, freundlichen, gutherzigen Mann, der einen ungeheuren Schatz mehr ungewöhnlichen, als nützlichen Wiſſens beſaß. Er war ein erträglicher und wenigſtens ein begeiſterter Alterthumsforſcher— ein mehr als mittelmäßiger Verskünſtler, und hatte eine ungeheure lederne Taſche voll alter Balladen und Lieder, worin er mich lieber unterrichtete und die ich lieber lernte als all das