Teil eines Werkes 
1. Bd. (1845)
Entstehung
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bei ben ſchmackhaften Speiſen, die ſein Wirth vor ihm aufhäufte.

„Nun ſagen Sie mir,“ begann der Zigeuner⸗ häuptling(venn vas ſchien er zu ſein),„ob wir nicht ein luſtigeres Leben führen, als Sie ſich träumen ließen? Oder wollen Sie, daß wir unſere rauhe Koſt und unſere einfachen Zelte, unſere kräftigen Glieder und freien Herzen mit der kärglichen Tafel, dem ein⸗ förmigen Zimmer, der kränklichen Geſtalt und dem ſich abmüdenden, ſorgenvollen und kränkelnden Geiſte eines elenden Handwerkers vertauſchen ſollten?“

„Vertauſchen!“ rief der Jüngling mit einer Leb⸗ haftigkeit, die, wenn er fie affektirte, ſehr gut nach⸗ gemacht war,„beim Himmel! ich würde ſelber mit Ihnen tauſchen.“

„Bravo, mein hübſcher Junge!“ rief der Wirth und die ganze Rotte ſtimmte in ſeinen Beifall ein.

Der Jüngling fuhr fort:„Reichliche Speiſen, ſtarkes Bier, hübſche Frauenzimmer, was kann ein Mann mehr wünſchen?“

„Ja,“ rief der Wirth,„und Alles umſonſt— nicht einmal eine Taxre haben wir zu zahlen; wer ſonſt in dieſem Königreiche kann das ſagen? Komm, Mim, reiche den Bierkrug herum!“

Das Bier wurde herumgereicht, und wenn gleich die Luſtigkeit roh war, ſo war wenigſtens laut das Lachen, welches von Zeit zu Zeit in dem alten Zelte ertönte, und ob auch das Geſicht des Gaſtes auf Augenblicke einen zerſtreuten Ausdruck annahm, ſo fühlte er ſich doch im Ganzen ebenſo zu Hauſe, wie