Teil eines Werkes 
1. Bd. (1845)
Entstehung
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Aufnahme zu ſein ſchien, die man für charakterifliſche Merkmale des Zigeunergeſchlechtes hält, waren ſieben oder acht Perſonen gruppirt, auf deren dunkle und ausdrucksvolle Geſichter die unregelmäßige und ungleiche Flamme einen maleriſchen und nicht unſchönen Glanz warf. Alle dieſe, mit Ausnahme einer alten Frau, die mit dem Topfe beſchäftigt war, und eines kleinen Knaben, der das Feuer mit Stücken geſtohlenen Hol⸗ zes unterhielt, ſprangen beim Eintritt des Fremden auf.

„Nun, meine luſtigen Jungen!“ rief der Zigeuner, „ich habe Euch ein vornehmes Herrchen mitgebracht, dem Ihr allen ſchuldigen Reſpekt beweiſen werdet; und hört, Kerle, wenn Ihr von ihm nur die geringſte Kleinigkeit zu betteln, zu borgen oder zu ſtehlen wagt, ſo will ich— doch Ihr kennt mich.“ Der Zigeuner hielt plötzlich inne und richtete ein Augè, worin Drohung vergebens mit Gutmüthigkeit kämpfte, auf jeden ſeiner Brüder, als ſie ſich unterwürfig vor ihm und ſeinem Schützling verbeugten, und eine Fülle von Betheu⸗ rungen ausſprachen, worauf ihr Ermahner nicht ein⸗ mal zu horchen ſich herabließ. Er warf ſeinen Man⸗ tel ab, legte ihn auf dem beſten Platze nahe am Feuer zuſammen und ließ den Jüngling darauf nieder⸗ ſitzen. Dann erhob er den Deckel tes geheimnißvollen Keſſels.„Nun, Mort,“ rief er der alten Frau zu, indem er ſich bedeutungsvoll niederbengte,„was haben wir hier?“

„Zwei Enten, drei Küchlein und ein Kaninchen mit einigen Kartoffeln,“ brummte die Alte, die das gewöhnliche Vorrecht der Kochkünſtlerinnen in An⸗

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