Teil eines Werkes 
1. Bd. (1845)
Entstehung
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finden, doch hofft er, werben Sie kaum Zeit haben,

die Titel zu leſen, ehe er bei Ihnen ſein wirb.

(Bedos zieht einen Armſtuhl in die Nähe des Tiſches, in wel⸗ chen ſich der Autor zerſtreut wirft. Bedos geht ab.)

Autor. Ja! Es verlangt mich, meinen Arger an dieſem Narren auszulaſſen, der mit ſeiner gewöhn⸗ lichen Geſchicklichkeit alle ſeine Fehler, ſeine morali⸗ ſchen, ſo wie ſeine literariſchen auf mich geworfen hat! Nun gut, meine Zeit iſt da! Ich will mein perſönliches Daſein behaupten ich will nicht län⸗ ger mit einem literariſchen Doppelgänger meine Exi⸗ ſtenz theilen ich will die geſetzliche Trennung au⸗ kündigen und von jetzt an nur für meine eigenen Sünden verantwortlich ſein(die Uhr ſchlägt dreit) ſo ſpät! Es wunbert mich, daß er ſo lange aus⸗ bleibt; vielleicht bereitet er ſich vor, der Glut meines gerechten Unwillens zu begegnen. Hm! Was ſind das für Bücher, wovon dieſes Ding von Seide und Kammertuch ſprach?(Er nimmt zwei Bücher. von dem Toilettentiſche.)Abhandlung über den menſchlichen Verſtand ſehr unterhaltend in der That! Was iſt das andere?Abhandlung über das menſch⸗ liche Haar. Pah! Horch ich höre Schritte er iſts!

(Die Flügelthüren im Hintergrunde werden geöffnet und man hört die Stimme eines Kommenden.)

Und, Bedos, Du fiehſt darauf, daß der große Folioband und die Eſſenzflaſche nicht vergeſſen wer⸗ den. Und überzeuge Dich, daß des Pudels Geſicht mit Roſenmilch gewaſchen werde es iſt ſchmach⸗