Teil eines Werkes 
2. Bd. (1845)
Entstehung
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legenheit über Maltravers, unter welche ſich dieſer nur mit Widerſtreben fügte. Andererſeits hegte Mon⸗ taigne das geheime Gefühl, ſein junger Freund er⸗ baue ſeine Darlegungen auf breitere Grundlagen und mit weiterem Umfang; er ſei einerſeits dem Miß⸗ glücken und dem Irrthum mehr ausgeſetzt, andererſeits aber auch fähiger zu neuen Entdeckungen und geiſtigen Erzeugniſſen. Ihre Wege im Leben waren verſchieden, ſtießen aber nicht ſich widerſtrebend zuſammen; de Montaigne, welcher an Ernſt's Schickſalen aufrichtiges Intereſſe empfand, war damit zufrieden, die Seele ſeines Freundes gegen die Hinderniſſe auf ſeinem Pfade zu kräſtigen, und alles übrige dem Verſuch und der Vorſehung zu überlaſſen. Beide reisten zu⸗

ſammen nach London und de Montaigne kehrte nach

Paris zurück.

Maltravers erſchien wiederum in den Sammelplätzen der Munteren und Großen. Er empfand, daß ſein neuer Charakter ſeine Lage verändert hatte. Man machte ihm nicht länger den Hof und liebkoſte ihn nicht mehr wegen der gemeinen und zufälligen Umſtände des Vermögens, der Geburt und der Verbindungen, wie früher, ſondern wegen anderer Umſtände, die ihm aber in gleicher Weiſe nicht als ſchmeichelhaft erſchienen. Man ſuchte ihn nicht mehr wegen ſeines Verdienſtes, ſeines Geiſtes und ſeiner Talente, ſondern wegen augenblicklicher Berühmtheit auf. Er war ein Schriftſteller in Mode und man ſuchte ihn auf, wie jedes andere Ding, welches gerade in Mode gekommen iſt. Man lud ihn ein, weniger um ſich mit ihm zu unterhalten,

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