Teil eines Werkes 
2. Bd. (1845)
Entstehung
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Es iſt möglich, daß ſeine Beweggründe falſch var⸗ geſtellt, ſein Charakter verleumdet wird; ſein Be⸗ nehmen, ſeine Geſtalt, ſeine Kleidung, ſogar ſein Gang bieten der Krittelei und Carikatur die ſchönſte Nahrung. Er kann nicht mehr zurück, er kann nicht einmal anhalten, er hat ſeinen Pfad gewählt und alles natürliche Gefühl, welches den Nerv und Muskel des lebendigen Seins bildet, drängt ihn immer weiter vorwärts. Hält er an, ſo hat er ſeinen Beruf ver⸗ fehlt. Er hat der Welt einmal geſagt, daß er ſich einen Namen erwerben will; er muß für einen bloßen Prätendent erklärt werden oder ſich abmühen, bis er ſein prahleriſches Verſprechen erfüllen kann. Mal⸗ travers hatte an alles dies nicht gedacht, als er, von ſeinen Träumen und Beſtrebungen berauſcht, die Welt zum Vertrauten zu machen ſtrebte, als er aus der in ihm lebenden Natur, aus der Lehre der Bücher, aus dem gemiſchten Reſultat innerer Studien und äußerer Beobachtung ein Etwas zu ſchaffen ſtrebte, welches ſeinen Namen mit dem ſolcher Männer verweben könnte, deren die Nation als Erwecker geiſtigen Ver⸗ gnügens gedenkt. Seine behaglichen Vermögensum⸗ ſtände und ſein einſames Leben ſetzten ihn in Stand, ſich ſeinen Gedanken und Betrachtungen zuüberlaſſen. Dieſe ſtrömten in ſeine Seele bis dieſelbe überlief und ſich in die Schrift ergoß, welche den Verbindungskanal der einſamen Quelle und des großen Oeeans menſchlicher Kenntniß bildet. Wie wir geſehen haben, war Maltra⸗ vers von Charakter weder reizbar noch furchtſamz er bil⸗ dete ſich, wie ein Bildhauer Formen ſchafft, mit einem