Teil eines Werkes 
2. Bd. (1845)
Entstehung
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zu durchſchauen; dieſe ſchönen Tage bieten oft die ſchwermüthigſte und am meiſten verſchwendete Zeit unſeres Lebens, wenn ſie auch bisweilen die vorzüg⸗ lichſten ſein mögen. Maltravers hatte weder die Kotterie, welche ihm gefiel, noch diejenige Art des Vergnügens aufgefunden, welche ein wirkliches Ver⸗ gnügen erregt. Deßhalb ließ er ſich in dem großen Strudel umhertreiben, machte eine Menge Bekannte, ging auf Bälle und zu Gaſtmählern und langweilte ſich über beide, wie es bei Menſchen zu geſchehen pflegt, welche keinen beſtimmten Zweck in der Ge⸗ ſellſchaft haben. Nun beſteht aber die Art und Weiſe, wie man Genuß von der Geſellſchaft erlangt, gerade in einem Lebenszweck, einem Geſchäfte irgend einer Art; man tritt alsdann in die Welt, entweder um den individuellen Zweck zum geſelligen Vergnügen zu machen, oder um eine Erholung vom mühſamen Berufe zu erlangen. Seid ihr zum Beiſpiel Poli⸗ tiker, ſo bildet die Politik eure Beſchäftigung im Studirzimmer und ein geſelliges Verbindungsmittel für euch und Andere, wenn ihr in die große Welt tretet. Daſſelbe läßt ſich von der Literatur, obgleich in geringerem Grade, ſagen; da weniger Perſonen ſich um Literatur, wie um Politik bekümmern, ſo muß eure Geſellſchaft alsdann auch ausgewählter ſein. Seid ihr ſehr jung, ſo mögt ihr gerne tanzen; ſeid ihr ſehr liederlich, ſo wollt ihr vielleicht mit der Frau eures Freundes eine Liebſchaft anfangen. Beides bietet in gewiſſer Weiſe Hauptzwecke eures Strebens, währt aber nicht lange und bildet keine Beſchäftigung,

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