Teil eines Werkes 
2. Bd. (1845)
Entstehung
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Mündel des allgemein beliebten Cleveland erſchloſſen. Er ward Schriftſtellern, Staatsmännern, Rednern und Philoſophen vorgeſtellt; alle ſchienen über ihn entzückt, und Ernſt kam in Mode, bevor er es noch wußte. Allein er hatte eine richtige Ahnung gehabt. Er hatte das Leben zu früh begonnen und ward ge⸗ täuſcht; einige Perſonen fand er, die er bewundern, einige, die er gern ſehen konnte, allein Niemanven, womit er wirklich vertraut zu werden oder für welchen er Theilnahme zu empfinden vermochte. Weder ſein Herz noch ſeine Einbildungskraft wurde in Anſpruch genommen; Alle erſchienen ihm wie künſtliche Ma⸗ ſchinen; er war mit Perſonen unzufrieden, die nur zu leben ſchienen, denen irgend etwas fehlte. Mehr als jemals erinnerte er ſich der glänzenden Anmuth der Frau von Ventadour, welche einen Zauber ſogar über die gehaltloſeſten Geſellſchaftskreiſe verbreitet halte; er vermißte ſogar die verkehrte und phanta⸗ ſtiſche Eitelkeit Caſtruccio's. Der mittelmäßige Dichter ſchien ihm wenigſtens weniger mittelmäßig, als die Weltlinge, welche ihn umringten. Sogar die ſelbſt⸗ ſüchtige, muntere Laune und die trockene Schlauheit von Lumley Ferrers hätte ihm einen angenehmen Wechſel gegen die gehaltloſe Glätte und ten durch andere Eigenſchaften nicht gehobenen Egoismus von eiferſüchtigen Witzlingen und Parteipolitikern geboten. Sind das die Blumen des Gartens, wie muß das Unkraut ſein? dachte Maltravers, als er von einer Geſellſchaft heimkehrte, wo er ein halbes Schock der gefeiertſten Tageslöwen getroffen hatte.

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