Teil eines Werkes 
1. Bd. (1845)
Entstehung
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er betrachtete ſie ſtets mit ſanfteren Blicken, wenn er ſie das kleine, vaterloſe Geſchöpf liebkoſen oder nähren ſah, welches jetzt kränklich geworden war. Man kann gerade nicht ſagen, daß er in Aliee ſich verliebt hatte; der Ausdruck iſt vielleicht zu ſtark, um ſich bei einen Manne über die fünfzig anwenden zu laſſen, welche Regungen und Prüfungen genug überſtanden hatte, um keine Friſche mehr im Herzen zu beſitzen. Sein Gefühl zu Alice und die Abſichten, die er gegen die⸗ ſelbe hegte, waren von ſehr zuſammengeſetzter Art; vielleicht wird der Leſer erſt nach längerer Zeit die⸗ ſelben begreifen können. An dem Tage begleitete er Aliee nach ihrer Wohnung; unterwegs aber ſprach er wenig, vielleicht weil ſeine weibliche Verwandte ſie des Anſcheins halber begleitete. Er ſchärfte jedoch Alice mit kurzen Worten die Vorſichtsmaßregeln ein, Niemanden mitzutheilen, daß der Beſucher ihr Vater geweſen ſei; auch ſchauderte ſie zu ſehr bei der Er⸗ innerung, als daß ſie gerne darüber hätte reden mö⸗ gen. Der Bankier hielt es ferner für rathſam, die Magd der Alice in ſo weit ins Vertrauen zu ziehen, daß er ſie bei Seite nahm und ihr ſagte, der un⸗ heilvolle Fremde des vergangenen Abents ſei ein ent⸗ fernter Verwandter von Frau Butler geweſen, welcher durch Gewohnheit des Saufens ein böſes und unge⸗

ordnetes Leben führe. Der Bankier fügte mit heili⸗

ger Miene hinzu: er hege die überzeugung, daß er den armen Mann durch ein kleines, ernſtes Geſpräch auf beſſern Weg gebracht zu haben hoffe und daß verſelbe mit einer veränderten Gefinnung zu ſeiner

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