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ihr auf dem Boben ſaß, des Spielens mübe war, ſich vielleicht wunderte, weßhalb es noch nicht im Bett ſei, und ſo ruhig wie die junge Mutter ſelbſt zu ſein ſchien. Bisweilen füllten ſich die Augen der Alice mit Thränen, dann ſeufzte ſie, gleichſam als wolle ſie die Thränen dadurch verbannen. Wenn die arme Alice ſich jetzt noch grämte, ſo war ihr Gram ſchweigend und geduldig. Die Straße war von allen Fußgängern verlaſſen, als ein Mann dem Hauſe der Alice gegenüber auf dem Pflaſter vorüber kam. Sein Kleid war rauh und einfach, in der Mitte zwiſchen dem eines Taglöhners und eines Pächters; die Zie⸗ rerei des Flitterputzes zeigte ſich jedoch an ihm durch ein glänzendes Holstuch von Seide und Scharlach⸗ farbe, welches nach der Mode der Matroſen oder Schleichhändler um den ſehnigen Hals geſchlungen war. Der Hut ſaß leichtfertig auf einem Ohr; aus einer geſtreiften Weſte mit lebhaften Farben glänzte haumelnd eine Uhrkette mit Petſchaften, welche mit dem übrigen Antug in verdächtiger Weiſe nicht über⸗ einzuſtimmen ſchien. Der Fußgänger war mit Staub bedeckt; da die Straße in einer Vorſtadt lag, welche auf die Landſtraße führte und einen Eingang zur Stadt bildete, hatte er wahrſcheinlich nach einem langen Marſche das Ziel ſeiner Tagereiſe erreicht. Die Blicke des Fremden waren ängſtlich, raſtlos und verſtört. In ſeinem Gang und prahleriſchen Weſen zeigte ſich die Sorgloſigkeit eines Schurken von Ge⸗ werbe; in ſeinen wachſamen, ſpähenden, argwöhni⸗ ſchen Augen lag der beſorgte, furchtſame Ausdruck


