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mich, und als er zu Bett gegangen war, legte ich meine Kleider an und ſchlich mich fort. Der Tag war gerade angebrochen, ich ging, bis ich Sie antraf.“
„Armes Kind, in welcher Höhle des Laſters biſt Du auferzogen?“
„Was, Herr?“
„Sie verſteht mich nicht. Haſt Du Leſen und Schrei⸗ ben gelernt?“
„Nein, Herr.“
„Aber wenigſtens haſt Du doch gelernt, Deinen Katechismus herzuſagen, und Du beteſt bisweilen.“
„Ich habe den Vater gebeten, mich nicht zu ſchla⸗ gen.“
„Aber Du beteſt doch zu Gott?“
„Gott, Herr, was iſt das?“*
Maltravers fuhr zurück vor Staunen und Schrecken. Ob er gleich ein Philoſoph vor der Zeit war, ſo ver⸗ wirrte dieſe tiefe Unwiſſenheit alle ſeine Weisheit. Er hatte alle Abhandlungen der Gelehrten geleſen, ob der Begriff eines höchſten Weſens dem Menſchen angeboren iſt oder nicht; noch nie aber war er einem
* Dieſe Unwiſſenheit, ſowie überhaupt die ganze Skizze der Alice iſt aus dem Leben gegriffen. Auch iſt ein inſtinktartiger, oder durch innere Anſchauung bewirkter Begriff von Recht und Unrecht nicht ſehr ungewöhnlich, wie die Berichte unſerer Poli⸗ zeigerichtsverhandlungen bezeugen können. Im Examiner(ich glaube im Jahrgang 1835; wo ich dies ſchreibe, bin ich jetzt nicht im Stande, dieſe Zeitung nachzuſchlagen, um das genaue Datum anzuführen) kann man den Fall eines jungen, von ihrem Vater mißhanvelten Mädchens berichtet finden, deren Antworten auf das Verhör des Friedensrichters denen der Alice auf die Fragen von Maltravers ſehr ähnlich ſind.


