Teil eines Werkes 
1. Bd. (1845)
Entstehung
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und Schattenſeiten des Lebens, wie es iſt, herab⸗ zuſtimmen. Unter dem Leben, wie es iſt, verſtehe ich nicht allein das gewöhnliche und äußere Leben, ſondern das Leben ſowohl in ſeiner geiſtigen und myſtiſchen, wie auch in ſeiner mehr ſichtbaren und körperlichen Chärakteriſtik. Die Idee, Charaktere nicht allein zu beſchreiben, ſondern auch unter dem reifenden Einfluß der Zeit und Umſtände zu ent⸗ wickeln, iſt nicht allein auf die Lehrjahre des Mal⸗ travers beſchränkt, ſondern betrifft eben ſowohl das Leben Ceſarini's, Ferrers und der Alice Darvil.

Der urſprüngliche Gedanke der Alice iſt aus dem wirklichen Leben gegriffen; ich ſah dieſe Dame nur zweimal und damals war ſie nicht mehr jung; allein ihre Geſchichte hinterließ bei mir einen tiefen Eindruck. Ihre urſprüngliche Unwiſſenheit und Heimath, ihre erſte Liebe, die ſeltene und rührende Treue, die ſie ungeachtet neuer Bande bewahrte, ihr endliches Zuſammentreffen mit einem beinahe in der Kindheit verlorenen und angebeteten Mann, als ſie den mittleren Jahren ſich näherte: Alles dies iſt in dem Romane dargelegt, aber nur die unvollkommene Abſchrift der wahren Begebenheiten einer noch lebenden Dame.

Was Maltravers ſelbſt betrifft, ſo muß ich eingeſtehen, daß ich nurt mit ſchwachen Kräften ge⸗ gen die große und am Tage liegende Schwierig⸗ keit kämpfte, einen Schriftſteller unſerer Zeit dar⸗ zuſtellen, in deſſen angeblichen Werken oder Genie, der Leſer keinen der gegenwärtig lebenden erken⸗ nen kann. Der Leſer iſt deßhalb fortwährend ge⸗ zwungen, ſeine Einbildungskraft anzuſtrengen, um die Täuſchung zu erhalten, oder er muß träger Weiſe den Autor im Buche, mit dem Autor des