Die Fehler Rienzi's waren augenſcheinlich genug und ich habe ſie ſchonungslos geſchildert; aber wir müſſen die Menſchen nicht nach dem Grade ihrer Annäherung an die Vollkommenheit beurtheilen, ſon⸗ dern darnach, ob ihre guten, oder ihre ſchlimmen Eigenſchaften überwiegen— ob ihre Talente, oder ihre Schwächen— ob das Gute, das ſie gethan, oder das Böſe, das ſie angeſtiftet. Für einen Mann, der ſich zu einer ſo großen Macht empor geſchwun⸗ gen hatte, waren Rienzi's Fehler äußerſt wenige— Verhrechen beging er keine. Er iſt beinahe der einzige Mann, der ſich je aus dem Bürgerſtande zu einer Macht erhob, welche der eines Monarchen gleich kam, ohne eine einzige Handlung der Gewaltthat voder der Verrätherei. In dem Beſitze der Macht, war er eitel, übertrieden prächtig und unbedachtſam, immer ein Enthuſiaſt, oft ein Fanatiker; aber gerade in ſeinen Fehlern lag Seelengröße, und eben dieſer Fa⸗ natismus beförderte ſeine ſchwärmeriſchen Unterneh⸗ mungen und zeigte von ſeiner ſtrengen Rechtlichkeit. Es iſt klar, daß ſeine Feinde keine gehäſſige Beſchul⸗ digung gegen ihn vorbringen konnten, denn alle An⸗ klagen, denen er als Excommunieirter, als Verbannter, als Gefallener ausgeſetzt war, betrafen zwei Ver⸗ gehen, welche Petrarka mit Recht für Beweiſe ſeiner Tugend und ſeines Ruhmes hält; nämlich, daß er Rom für frei erklärte, und zweitens, daß er be⸗ behauptete, die Römer haben ein Recht bei der Wahl des römiſchen Kaiſers.“ So ſtreng, gerecht und un⸗
„Die Beſchuldigung der Ketzerei ließ man fallen.
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