Teil eines Werkes 
2. Bd. (1845)
Entstehung
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Unparteilichkeit allgemein gelobt. Und in der That lobt und tadelt der Verfaſſer mit einem höchſt ſon⸗ derbaren Anſchein von alberner Aufrichtigkeit. Das Werk iſt wirklich einer der nicht ungewöhnlichen Be⸗ weiſe, unter denen ſich Boswell'sJohnſon am meiſten auszeichnet, daß ein ſehr einfacher Mann ein ſehr ſchätzbares Buch zu ſchreiben im Stande iſt. Der Biograph Rienzi's ſcheint mehr der Biograph von Rienzi's Kleidern, ſo genau beſchreibt er alle Details der Farbe und Beſchaffenheit ſo tief ſchweigt er über Alles, was ein Licht auf die Be⸗ weggründe Deſſen, der ſie trug, werfen könnte. Wenn man auch in der That dem Verfaſſer alles Streben, unparteiiſch zu ſein, zugeſteht, er iſt zu thöricht dazu. Es gehört einige Geſchicklichkeit dazu, um einen ſehr ausgezeichneten Mann in ſehr ſchwierigen Lagen rich⸗ tig zu beurtheilen, und der würdige Biograph iſt nichts weniger als im Stande, uns einen Schlüſſel zu den Handlungen Rienzi's zu geben gänzlich unfähig, uns die Handlungsweiſe des Mannes durch

die Zeitverhältniſſe zu erklären. Sein ſchwaches Ge⸗ ſicht macht ihn daher oft ſchielen. Neben dieſem

Mangel an Verſtand müſſen wir auch noch den

an Wahrheitsliebe tadeln, den jedoch ſeine herodot⸗

ähnliche Einfachheit ſeines Styles häufig verbirgt. Er beſchreibt Dinge, welche keine Zeugen hatten, ebenſo genau und beſtimmt, wie ſolche, die er ſelbſt geſehen. Zum Beiſpiel vor dem Tode Rienzi's, in dieſen ſchauerlichen Augenblicken, wo der Senator allein war, von Niemand geſehen oder gehört wurde,

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