Teil eines Werkes 
2. Bd. (1845)
Entstehung
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Letztes Kapitel. Der Schluß der Jagd.

Es war der Morgen des achten Oktobers 1354. Rienzi, der gewöhnlich frühe aufſtand, wälzte ſich unruhig in ſeinem Bette hin und her.Es iſt noch frühe, ſagte er zu Nina, deren ſanfter Arm ſeinen Nacken umſchlang;noch ſcheint Niemand von meinen Leuten auf zu ſein. Wie dem auch ſei, mein Tag fängt vor dem ihrigen an.

Ruhe noch, mein Cola, Du haſt Schlaf nöthig.

Nein; ich fühle Fieber, und der alte Schmer in der Seite quält mich. Ich habe Briefe zu ſchreiben.

Laß mich den Dienſt Deines Sekretärs verſehen, Theueſter, ſagte Nina.

Rienzi lächelte liebreich, als er aufſtand; er be⸗ gab ſich in ſein Gemach, welches an das Schlaf⸗ zimmer ſtieß und nahm, wie er dies gewohnt war, ein Vad. Dann kleidete er ſich an und kehrte zu Nina zurück, die, bereit zu ihrem Liebesdienſte, ſchon leicht gekleidet an dem Schreibtiſche ſaß.

Wie ſtill Alles iſt! ſagte Rienzi.Welch küh⸗ les, köſtliches Vorſpiel hieten uns dieſe Frühſtunden für den mühevollen Tag. über ſein Weib ſich hinlehnend, diktirte er ver⸗ ſchiedene Briefe und unterbrach ſich nur von Zeit zu Zeit durch Bemerkungen, wie ſie ihm gerade ein⸗ fielen.

So, jetzt an Annihaldi! Beilänfig geſagt, der

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