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„Du ſpielſt mit meinen Worten, Knabe,“ ſagte Rienzi halb ärgerlich und wandte ſich hinweg.
Aber Villani beachtete den Unmuth ſeines Gebie⸗ ters nicht.
Das Banket war ſtark beſucht und glänzend, und Rienzi machte an jenem Tage ohne Anſtrengung den höflichen Wirth.
Mailänder, Paduaner, Piſaner, Neapolitaner wett⸗ eiferten mit einander, ein Lächeln des mächtigen Se⸗ nators auf ſich zu ziehen. Verſchwenderiſch waren ihre Complimente— demüthigend ihre Anerbieten von Unterſtützung. Kein Monarch Italiens ſchien ſicherer auf ſeinem Throne.
Das Banket war, wie gewöhnlich bei ſolchen Anläſſen, bald vorüber, und Rienzi, etwas von dem Weine erhitzt, verließ allein das Capitol. Er lenkte ſeine einſamen Schritte gegen den Palatinus und ſah die bla ſſen, ſchleierähnlichen Nebel, welche nach Sonnen⸗ untergang folgen, über dem wildwachſenden Graſe ſchweben, das über den Paläſten der Cäſaren wuchert. Auf einem Trümmerhaufen von umgeſtürzten Säulen und Bogen ſtand er mit über einander gelegten Armen nachdenklich und in ſich gekehrt. In der Ferne lagen die melancholiſchen Grabmale der Campagna, und die Berge, welche die Ausſicht begrenzten, waren mit den Purpurfarben gekrönt, welche bald unter dem Ster⸗ nenlichte verſchmelzen ſollten. Kein Lüftchen bewegte die dunkeln Cypreſſen, die ruhigen Pinien. Es lag etwas Unheimliches in der Stille des Himmels, das die verlaſſene Größe der Erde unten zu beruhigen


