Teil eines Werkes 
2. Bd. (1845)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

46

1 Ohren und Augen nicht bemerkbar waren, das ge⸗ fährliche Mißvergnügen der Adeligen. Angſtlich, ruhe⸗ los, verlangte ſie nach Adrians Rückkehr, nicht un aus eigennützigen Gründen, ſondern aus wohlbegrün⸗ deten Beſorgniſſen für ihren Bruder. In Adrian d Caſtello, einem Edelmanne und Vaterlandsfreunde, hatten beide Parteien einen Vermittler gefunden un das Bedürfniß ſeiner Gegenwart wuchs mit jeden Tage, bis endlich die Verſchwörung der Barone aus⸗ gebrochen war. Von dieſer Stunde an wagte ſie kaun noch zu hoffen; ihr ruhiger Verſtand, ungeblende durch den hochvollendeten Geiſt, der, wie es nur oft geſchieht, den Tribun die rauhen Wirklichkeite

in einem falſchen und glänzenden Lichte ſehen ließ

erkannte, daß der Rubikon überſchritten war, un während aller nachfolgenden Ereigniſſe ſchwebten ih immer nur zwei Bilder vor— Gefahr für ihre Bruder, Trennung von ihrem Verlobten.

Gegen Nina allein konnte ſich ihr volles Het ausſprechen; denn Nina war bei aller Verſchieden heit des Charakters ein liebendes Weib. Dies ven einigte ſie. In der früheren Zeit von Rienzi's Mach hatten ſie viele ihrer glücklichſten Stunden, ferne vo der glänzenden Welt, allein und unbeſchränkt, in de Sommernächten, im Mondſchein auf den Balkone in jenem Austauſch von Gedanken, Mitgefühl un Troſt verlebt, der für zwei leidenſchaftliche und arz loſe Frauen die anziehendſte Beſchäftigung, der wirk ſamſte Troſt iſt. Aber in neuerer Zeit war dieſs Verkehr häufig geſtört worden. Von dem Morge

ſchien liegen. flößen, Worte ihres e Sieg malmt der Co und A tadelte Jeder verlan und d welche vielleis durch klagte über

genoß ſich e