Teil eines Werkes 
2. Bd. (1845)
Entstehung
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verlaſſen und ſage ihnen, daß, wenn man erfährt, ſie nachen mit den Baronen gemeine Sache, ihr Gebieter ſtirbt. Gehe beſorge dies, ohne einen Angenblick zu verlieren. Inzwiſchen in die Kapelle wir wollen die Meſſe hören.

Binnen einer Stunde war das römiſche Heer groß, aber gemiſcht alte Männer und Knaben, vereint mit Männern in des Lebens voller Kraft, auf dem Marſche nach dem Thore St. Lorenzo; von der ganzen Menge, die ſich auf zwanzigtauſend Fuß⸗ gänger belief, konnte man nicht ein Sechstheil als waffenfähige Krieger rechnen; aber die Reiterei war gut ausgerüſtet und beſtand aus den niedrigeren Ba⸗ ronen und den reicheren Bürgern. An ihrer Spitze ritt der Tribun in vollſtändiger Rüſtung und trug auf ſeinem Helme einen in Silber gearbeiteten Kranz von Eichen⸗ und Olivenblättern. Vor ihm flatterte das große Banner von Rom, während vor der un⸗ geheueren Menge her ein Zug Mönche vom Orden des heiligen Franziskus ſchritt(denn die Geiſtlichkeit Roms theilte den Enthuſiasmus des Volkes und ſeines begeiſterten Führers) und langſam die folgende Hymne ſang, die bei dem Schluſſe jeder Strophe durch das Klirren der Waffen, das Schmettern der Trompeten und das dumpfe Wirbeln der Trommeln etwas unbeſchreiblich Schreckendes und Ehrfurcht Gebietendes bekam; Alles dieſes bildete gleichſam einen kriegeriſchen Chor zu dem Geſang: