gerem, prophetiſchem Stirnrunzeln hinzu) eine Hin⸗ richtung wartet auf uns! Kommt.“
„Wahrhaftig, Tribun,“ ſtammelte der gute Bi⸗ ſchof,„dies iſt eine ſeltſam gewählte Zeit für eine
Hinrichtung!“ „Die vergangene Nacht war eine noch ſeltſamere ſich in Zeit.— Kommt!“ tige wa⸗ In der Art, wie die letzten Worte ausgeſprochen Worten wurden, lag etwas, dem Raimund nicht zu wider⸗ nge un⸗ ſtehen vermochte. Er ſeufzte, murmelte, zupfte an
ſeinen Kleidern und folgte dem Tribun. Als dieſer durch die Hallen ſchritt erhob ſich die Geſellſchaft auf allen Seiten. Lächelnd und durch Zuflüſterungen of⸗ fener Höflichkeit und gewinnender Freundlichkeit er⸗ widerte Rienzi ihre Begrüßungen. Jung, wie er
bun, ich
war, und von ſchönem, edlem Außern, das durch den ſchlafen. glänzenden Anzug und noch mehr durch den Ausdruck itsfieber geiſtiger überlegenheit in Stirn und Auge hervortrat,
welch letzterer natürlich die weniger gebildeten Herren en, was jenes dunkeln Zeitalters entbehrten,— glänzte er Morgens unter dem verſammelten Hofe, wie ein Mann, wür⸗ loszu⸗ 3 dig, denſelben zu bilden, und geſchickt, ihn zu be⸗ nde über ₰ herrſchen; und ſeine angebliche Abſtammung von dem beſpre⸗ deutſchen Kaiſer, die ſeit ſeiner Größe im Auslande inbarm⸗ überall verbreitet und geglaubt wurde, ſchien den n Herr, fremden Herren unverkennbar in der Hoheit ſeiner ifte auf Miene und der leichten Anmuth ſeiner Anrede. ine Un⸗„Mein Herr Präfekt,“ ſagte er zu einem dü⸗ ſchwan⸗ ſteren, verdrießlichen, in ſchwarzem Sammt gekleideten
Manne, dem mächtigen und anmaßenden Johann di *


