ſeiner römiſchen Abkunft gewiß nicht vervankte, hielt es im Anfange unter ſeiner Würde, mit Leuten zu kämpfen, unter denen er weder an Rang, noch in Führung der Waffen, Seinesgleichen erkannte. Er beſchränkte ſich darauf, die wenigen in dem Gedränge des Kampfes auf ihn gerichteten Streiche abzuweh⸗ ren; die wenigen— denn diejenigen, welche ihn erkannten, wollten ſich ſelbſt unter den erbittertſten Anhängern der Orſini nicht der Gefahr und der Ge⸗ häſſigkeit ausſetzen, das Blut eines Mannes vergoſ⸗ ſen zu haben, der neben ſeiner hohen Geburt und der fürchterlichen Macht ſeiner Verwandten, perſön⸗ lich bei dem Volke ſehr beliebt war, was er mehr einer Vergleichung mit den Fehlern der Letzteren, als Tugenden zu verdanken hatte, die bis jetzt an ihm ſelbſt merklich aufgefallen wären. Der Schmied al⸗ lein, welcher bis jetzt keinen thätigen Antheil an der Schlägerei genommen hatte, ſchien ſich zu entſchloſ⸗ ſener Gegenwehr zu bereiten, als der junge Ritter ihm einige Schritte näher trat.
„Haben wir Dir nicht geſagt,“ begann der Rieſe, indem er die Stirne runzelte,„daß die Colonna eben ſo die Feinde des Volkes ſeien, wie die Orſini? Blicke auf Dein Gefolge und Deine Anhänger: morden ſie nicht friedliche Lente, um die Schandthat eines Großen zu rächen? Aber dies iſt immer die Art, wie ein Patricier die Gewaltthaten des andern züchtigt. Er legt die Ruthe auf des Volkes Nacken und ruft dann: Seht, wie gerecht ich bin!“
„Ich gebe Dir jetzt keine Antwort,“ erwiderte


