veranlaſſen, meine Gedanken auf ein ernſteres Werk über das Leben und die Zeiten Rienzi's zu richten.“ Verſchiedene Gründe vereinigten ſich gegen dieſen Plan— und ich gab die Lebensbe⸗ ſchreibung auf, um die Dichtung anzufangen. Ich habe mich indeſſen mit mehr Treue, als in Ro⸗ manen gebräuchlich iſt, an die Hauptbegebenheiten in dem öffentlichen Leben des römiſchen Tribunen gehalten; und der Leſer wird vielleicht in dieſen Blättern einen vollſtändigeren und genaueren Be⸗ richt über das Steigen und den Fall Rienzi's fin⸗ den, als in irgend einem anderen, mir bekannten engliſchen Werke. Ich habe allerdings ſeinen Cha⸗ rakter in verſchiedener Hinſicht anders betrachtet, als Gibbon oder Sismondi. Dies iſt das unbe⸗ ſtreitbare Vorrecht des Romans. Aber es iſt in allen ihren Hauptzügen eine Anſicht, zu welcher ich, wie ich beweiſen zu können glaube, nicht we⸗ niger durch die Thatſachen der Geſchichte, als durch die Geſetze der Dichtung berechtigt bin. Da ich indeſſen die Urkunden, aus welchen ich die Beſchrei⸗ bung des Hauptcharakters ſchöpfte, angeführt habe, ſo hat der Leſer hinreichende Data für ſein eige⸗ nes Urtheil.
Der Plan dieſes Werkes, welcher im Allge⸗ meinen die wirkliche Chronologie von Rienzi's Le⸗ ben beibehält, erſtreckt ſich über einen Zeitraum von mehren Jahren und enthält diejenige Ver⸗ ſchiedenheit von Charakteren, welche zu einer der Wahrheit getreuen Beſchreibung der Ereigniſſe
* Ich habe die Benennung Riemi ſtatt Rienza angenom⸗ men, da die Leſer im Allgemeinen vertrauter damit ſind. Doch iſt die letztere vielleicht die richtigere, da der Name eine Volks⸗ Corruption von Lorenzo war.
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