3
lange ſein Geld ausreichte, bei der jungen Ariſtokratie auf der Univerſität Gunſt zu finden. Und obgleich er das gerade Gegentheil von einem ehrgeizigen und be⸗ rechnenden Manne war, ſo hatte er doch offenbar den Glauben gehegt, daß einer von den jungen Lords oder Gemeinen, mit denen er auf ſo gutem Fuße ſtand, ihm eine Pfarre verſchaffen würde. Aber als Caleb Price mit einiger Schwierigkeit ſeinen Grad erlangt hatte, Baccalaureus der Künſte und am Ende ſeiner Finanzen war, trennten ſich ſeine großen Bekannten von ihm und gingen zu ihren verſchiedenen Poſten im Staate über. Und mit Ausnahme eines einzigen, der eben ſo heiter und ſorglos war, wie er ſelber, fand Caleb Price, daß, wenn das Geld Flügel be⸗ kommt, es mit unſern Freunden davonfliegt. Da der arme Price keine akademiſche Auszeichnung erlangt hatte, ſo konnte er keine Beförderung von ſeinem Collegium erwarten, keine Fellow⸗, keine Lehrerſtelle, die ſpäter zu Pfründen, Stiftsherrenſtellen und De⸗ kanaten führen.
Die Armuth begann ihm ſchon ins Geſicht zu ſtarren, als es dem einzigen Freunde, der ſein Glück getheilt und in ſeinem Mißgeſchick ihm treu geblieben war— einem Freunde, der, zum Glück für ihn, hohe Verbindungen und glänzende Ausſichten hatte— ge⸗ lang, ihm eine kleine Pfarre zu A' zu verſchaffen. Zu dieſem abgeſchiedenen Orte zog ſich der einſt ſo jopiale Renommiſt mit Freuden zurück— lebte zu⸗ frieden von einem Einkommen, welches noch eiwas weniger betrug, als er früher ſeinem Bebienten gegeben


