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Godolphin : ein Roman / von Eduard Lytton Bulwer. Übers. von Franz Kottenkamp];; Bd. 5
Entstehung
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mir, daß mein Ende nahe ſei und ich entſchloß mich, nach England zu gehen und meinen erſten Geliebten wiederzuſehen: ſo kam ich und ſah Dich; Godolphin, und ich bemerkte an den Furchen Deiner Stirn und an dem ſinnenden Ausdruck Deines Auges, daß Dein

ſtolzes Loos Dir keine Zufriedenheit gebracht. Und

dann kam eine ſtattliche Geſtalt zu mir und ich erkannte ſie als die, um deretwillen Du mich verlaſſen: ſie ſagte mir, wie Du, ich ſolle leben und die Vergangen⸗ heit vergeſſen. Hohn! Hohn! Aber mein Herz iſt ſo

ſtolz, wie das ihre, Perey, und ich wollte keine Güte von einer triumphirenden Nebenbuhlerin annehmen,

und ich entfloh, was liegt daran wohin? Aber höre,

Perch, höre; mein Leiden hatte mich weiſe gemacht

in der Wiſſenſchaft, die nicht von dieſer Erde iſt, und

ich wußte, daß Du und ich einander noch einmal wiederſehen müßten, und daß es in dieſer Stunde geſchehen müßte, und ich berechnete Minute nach Minute, mit wilder Freude, den Tag, der dieſes Wieder⸗ ſehen und meinen Tod herbeiführen ſollte! Dann erhob ſie ihre Stimme zu wildem Geſchrei:Hüte

Dich, Perch! das Rauſchen des Waſſers iſt in

meinem Ohr ich, höre den Sturz, das letzte Röcheln! Hüte Dich! Auch Deine letzte Stunde iſt nahe!

Als Lueilla dieſe Worte ausgeſprochen hatte, ſank ſie wieder in den früheren Parorismus ihres Wahn⸗ ſinns zurück. Ein Schrei folgte dem andern, ſie ſchien Niemand zu kennen, auch Godolphin nicht. Mit Zuckungen und Qualen ſchien ſich die Seele von dem

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