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Godolphin : ein Roman / von Eduard Lytton Bulwer. Übers. von Franz Kottenkamp];; Bd. 5
Entstehung
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und kaum ihrer Thränen ſich bewußt, ſtürzten dieſelben aus ihren ſchmerzenden Augen und wuſchen gleichſam die Laſt und die Todesqual von ihrem Herzen.

Die Mohrin ging durchs Zimmer, legte ihre Hand auf die Schulter des Arztes und deutete auf die Thür. Lucilla und Godolphin waren allein.

O! ſagte er, als er endlich ſeine Sprache wieder⸗ fand,ſehen wir uns ſo wieder? Aber ſage nicht, daß Du ſterben wirſt, Lueilla! Habe Erbarmen mit Deinem Verführer, Deinem

Hier konnte er nicht weiter ſprechen; er ſank neben ihr nieder, bedeckte ſein Geſicht mit den Händen und ſchluchzte bitterlich.

Lucilla's lichter Augenblick war vorüber, die wahn⸗ ſinnige Verzückung kehrte zurück, obgleich in milber und feierlicher Geſtalt.

Tadle Dich nicht, ſagte ſie lebhaft;die reue⸗ loſen Sterne ſind die einzigen Verführer; ſo hell und lieblich, wie ſie einſt erſchienen, als ſie mir eine Ver⸗ einigung zwiſchen Dir und mir prophezeihten, konnte ich nicht träumen, daß ihre ſtille und ſchimmernde Lehre ſo finſtere und ſchauerliche Wahrheiten enthalten könne. O Perch! ſeit wir uns trennten, iſt die Erde nicht wie ſonſt für mich geweſen: das Natürliche hat mein Leben verlaſſen, der wilde und unſtäte Geiſt iſt in meine Bruſt eingetreten, hat mein Gehirn erfüllt, meine Gedanken in Beſitz genommen und jede Trieb⸗ feder meines Weſens in Bewegung geſetzt: die Sonne und die Luft, das grüne Gras, die Friſche und die Glorie der Welt ſind mit einem Nehel bedeckt, worin

Erir fühlt und

mich Aber