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lauſchend mit aller Schärfe der Sinne ihres Volkes, ſaß ſie da, ob ſie durch das Geheul des Sturmes und das Umherrennen im Hauſe die erſehnten Hufſchläge hören möchte, die Kunde von Godolphin's Ankunft brächten.
Plötzlich, gleichſam durch den Paroxismus ihrer Krankheit erſchöpft, verſtummte Lucilla und lag nun ſo ſtill und regungslos, daß ſelbſt der Arzt, wenn er nicht den matten Pulsſchlag der Kranken gefühlt hätte, würde geglaubt haben, ſie hätte bereits ihren letzten Kampf überſtanden. Die Erſtarrung hielt einige Minuten an, dann richtete ſich Lucilla auf, während eine friſche Lebensröthe über ihre hohlen Wangen ſich verbreitete, legte ihren Finger an die Lippen, lächelte dann und ſprach mit leiſer aber deutlicher Stimme: „Horch! er kommt!“
Die Mohrin ſchlich zur Thür, öffnete ſie und ſtand in horchender Stellung da, denn bis jetzt hatte ſogar ſie noch keinen Hufſchlag vernommen; doch im nächſten Augenblick hörte ſie ihn und dann hielt der Reiter vor der Thür des Hauſes an. Das Pferd ſchnob— es kamen Schritte die Treppe herauf— Perey Go⸗ dolphin war im Zimmer— am Bette— die arme Leidende lag in ſeinen Armen. Beſänftigt und über⸗ wältigt gab ſich Lucilla dieſer Liebkoſung hin: ſie trank das Schluchzen ſeiner gebrochenen Stimme; ſie fühlte noch wie in glücklicheren Tagen den Zauber ſeiner Küſſe in ihrem Herzen brennen. Ein Augenblick der Jugend, der Liebe, der Hoffnung brach in jene troſt⸗ loſe und ſchauerliche Stunde hinein, und ſchweigend Bwuler, Godolphin. 33


