Teil eines Werkes 
1. Bd. (1845)
Entstehung
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Freund Henry Pelham. Guter Gott, ich habe Sie

endlich gefunden, und an ſolchem Ort! Glanville riß ſich angenblicklich los, bedeckte ſein Geſicht mit den Händen und ſank mit wildem Geſchrei, welches furcht⸗ bar an dem einſamen Orte erklang, auf derſelben Stelle, von welcher er ſich ſo eben erhoben hatte, zu Boden. Ich kniete an ſeiner Seite nieder, ergriff ihn bei der Hand und redete ihn an mit den liebevollſten Ansdrü⸗ cken; durch das ſonderbare und plötzliche Zuſammen⸗ treffen war mein Gefühl geſteigert und aufgereizt: ich empfand, wie meine Thränen, unwillkürlich vergoſſen, über die Hand, die ich in der meinigen hielt, hinabran⸗ nen. Glanville wendete ſich um: einen Augenblick ſah er mich an, als wolle er mich vollkommen erkennen, dann warf er ſich in meine Arme und weinte wie ein Kind. Jedoch nur wenige Minuten währte ſeine Schwäche; plötzlich ſtand er auf. Der ganze Ausdruck ſeiner Züge hatte ſich geändert: Thränen rollten noch in großen Tropfen ſeine Wangen herunter, allein der ſtolze und ernſte Ausdruck, welchen ſein Antlitz zeigte, ſchien das Gefühl, welches jene weibliche Schwäche verrathen hatte, zu verlängnen. Pelham, ſagte er,Sie haben mich in jenem Zu⸗ ſtande geſehen; ich hoffte, kein menſchliches Auge werde

ihn erblicken. Gott ſchütze Sie! wir werden uns wieder ſehen, dann ſey Ihnen dieſe Nacht wie ein Traum.

Ich würde ihm geantwortet haben, allein er wandte ſich ſchnell hinweg, eilte in das Dickicht und war im nächſten Angenblicke verſchwunden.