um ſo günſtiger aufzunehmen und ſich ſeiner mit um ſo weniger Abneigung zu erinnern pflegen, je mehr er in leichter Methode und mit einer um ſo weniger auffallenden Abſichtlichkeit Betrach⸗ tungen vorträgt. In Leichtfertigkeiten habe ich mich niemals um der Leichtfertigkeit wegen eingelaſſen; unter dem Anſchein des Teichtfinns habe ich mich höchſt ſorgfältig bemüht, eine Wahrheit einzu⸗ ſchärfen. Auch der ſeichteſte Bach, welchen jeder Vorübergehende zu durchſchauen glaubt, legt viel⸗ leicht auf der Ebene, die er durchſtrömt, einige Goldkörner nieder; wir können Blumen nicht allein zum eitlen Kranze, ſondern auch um ein heiliges Geräth, wie den Thyrſus der Alten, flechten.
Ich verweilte länger bei dieſem Punkte, weil ich hinſichtlich deſſelben den häufigſten Tadel er⸗ fuhr; andere ſchriftſtelleriſche Fehler will ich nicht zu eutſchuldigen verſuchen. Im Gegentheil, ich glaube die allgemeine Güte der Recenſenten nicht beſſer erwidern zu können, als wenn ich jene eingeſtehe, und in dieſem Bekenntniß eine Bürg⸗ ſchaft für zukünftige Beſſerung gebe.
Jetzt will ich nur noch meine Hoffnung aus⸗ ſprechen, daß dieſe Ausgabe der Abenteuereines Herrnvon Stande in weniger unvollkommener Form wie die frühere erſcheine. Ich ſchließe mit des gelehrten und denkwürdigen Joſua Barnes Worten:„Beginne ich alſo meine beabſichtigte Darſtellung; iſt ſie nicht ganz wahr, ſo iſt ſie auch nicht ganz eitel, und entbehrt auch vielleicht nicht alles Stoffes, welcher eine witzige Phantaſie zu erheitern, oder einen ſchlechten Moraliſten zu
elehren vermag.“
Der Perfaſſer.


