Teil eines Werkes 
1. Bd. (1845)
Entstehung
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Vorwort des Verfaſſers

zur zweiten Auflage.

Befragte man jeden Schriftſteller nach dem Gegenſtande ſeiner literariſchen Beſchwerden, ſo würden wir, nach meiner Meinung, weniger die Klage vernehmen, man werde nicht gehörig ge⸗ würdigt, wie diejenige, man werde mißverſtan⸗ den. Vielleicht jeder von uns ſchreibt mit einem geheimen Zweck, um welchen die Welt ſich durch⸗ aus nicht bekümmert; während jeder Leſer ſeine beſondere Moral aus einem Buche zieht, traf Keiner vielleicht diejenige, deren Einſchärfung dem Autor am Herzen lag. Dieſer Eindruck ver⸗ anlaßt in meinem beſonderen Falle bei dieſer Aus⸗ gabe Pelham's das beiliegende Vorwort, welches ich in der erſten für überffüſſig hielt.

Der Umſtand, daß nichts ohne Nutzen iſt, bietet eine ſchöne Seite in der Einrichtung unſerer Welt;z jede Binſe auf der Bahn des Lebens enthält ihren Honig, welchen die Beobachtung leicht herauszu⸗ ziehen vermag. Sogar aus Thorheiten können wir eine nicht unwichtige Weisheit einernten, wenn wir bei der Ueberſicht ſondern und jener, indem wir ſie theilen, eine ſatiriſche Seite abge⸗ winnen. Vorliegendes Werk iſt auf dieſem Glauben begründet. Ich war Willens, daß ſogar die Ge⸗ meinplätze der Geſellſchaft Stoff zur Erzählung oder eine Moral darbieten ſollten; deßhalb habe ich das Material dieſes Romans aus den Gemein⸗ plätzen der Geſellſchaft zubereitet. Behandelt man