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Die Caxtone : ein Familiengemälde / von Edward Bulwer Lytton. Aus dem Engl. von Carl Kolb
Entstehung
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vor dem Wechſel,welchen mehr als zehn Jahre in den Geſtal⸗ ten hervorgebracht hatten, für die in meiner Erinnerung die Zeit ſtillgeſtanden war. Schon bei meiner Abreiſe hatte den armen Roland das Alter zu früh ereilt. Mein Vater be⸗ fand ſich damals im Mittag des Lebens, näherte ſich aber jetzt dem Abend. Und meine Mutter, die ſo ſchön vor mei⸗ ner Erinnerung ſchwebte, als ob die Friſche ihres Herzens das weiche Roth der Wangen erhalten hätte— ich konnte den Gedanken nicht ertragen, daß ſie nicht länger jung ſey! Auch Blanche, welche ich als Kind verlaſſen— Blanche, meine beharrliche Correſpondentin während der langen Jahre der Verbannung in Briefen, die in's Kreuz und in die Queere überſchrieben waren mit all'denkleinen Einzelnheiten, in welchen die Beredtſamkeit des Briefſchreibens beſteht, ſo daß ich in jenen Epiſteln ihren Geiſt allmälig harmoniſch ſich heranbilden ſah mit den Buchſtaben; anfangs weit und kindlich— dann etwas ſteif mit dem erſten Anflug einer ge⸗ läufigen Hand— dann fließend, frei und leicht— und im letz⸗ ten Jahre meines Aufenthalts in der Fremde ſo kunſtgerecht und doch ſo luftig, ſo regelmäßig und doch ſich keiner Anſtren⸗ gung bewußt— obgleich in der That bei Vervollkommnung der Kalligraphie ich mich halb ärgerte, halb freute über die Wahrnehmung, daß in den Styl ſich eine gewiſſe Zurückhal⸗ tung einſchlich— Sehnſucht nach meiner Rückkehr, weniger von ihr ſelbſt kundgegeben, ſondern vielmehr als Auftrag von anderen; Worte der alten kindlichen Vertraulichkeit unter⸗ vrückt, und das„theuerſter Siſty“ aufgegeben gegen die kalte Form des„lieber Vetter“. Dieſe Briefe, welche mich

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