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Die Caxtone : ein Familiengemälde / von Edward Bulwer Lytton. Aus dem Engl. von Carl Kolb
Entstehung
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„Ja wohl, vollkommen, Sir. Wie ſeyd Ihr aber zu ſolchen Beobachtungen gekommen 2 Ihr ſcheint doch nie—“

„Bſt!“ unterbrach ihn mein Vater, blickte dann liebe⸗ voll auf das ängſtliche Geſicht meiner Mutter und fuhr be⸗ ſchwichtigend fort:„Sey nur getroſt; dies iſt eine weiſe Ein⸗ richtung, die auf unſer Beſtes abzielt.“

„Der Fehler muß an der Schule liegen,“ meinte die Mutter kopfſchüttelnd.

„Es iſt eine Nothwendigkeit der Schule und ihre Tu⸗ gend, mein Kätchen. Behalte man nur eines dieſer Wunder⸗ Finder— und wenn es ſo wundervoll wäre, als Dir Siſty vorkam— zu Hauſe, und man wird ſehen, wie ſein Kopf immer größer und größer, ſein Körper dagegen immer ſchmächtiger und ſchmächtiger wird— iſt's nicht ſo, Mr. Sauills?— bis der Geiſt dem Leibe alle Nahrung entzieht auch den Geiſt krank ma⸗

und dieſer hinwelkt, ſeinerſeit chend. Ihr ſehi jene edle Eiche vor dem Fenſter— wenn ein Chineſe ſie erzogen hätte, wäre ſie mit fünf Jahren ein Miniaturbaum geweſen, und im Hundertſten könnte man ſie, nicht größer als im fünften Jahre, in einem Blumentopf auf den Tiſch ſtellen— als Rarität von Reife in dem einen, und von Winzigkeit in dem andern Alter. Nein, die Schule iſt die wahre Ordalie für das Talent. Man muß das ver⸗ fümmerte Männlein wieder zum Kinde machen, und dann ſoll es, wenn es kann, geſund, kühn und natürlich auf dem lang⸗ ſamen Wege ſich zur Größe emporarbeiten. Wem Größe verſagt iſt, der ſoll wenigſtens ein Mann werden, dies iſt