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Unterſuchung vertieft, ob die Iliade von einem gewiſſen Homer geſchrieben, oder nicht vielmehr eine Reihe von Bal⸗ laden ſey, die von Verſchiedenen verfaßt, endlich aber mit Auswahl zuſammengetragen und unter dem feingebildeten alten Tyrannen Piſiſtratus von einer Geſchmackscommiſſion in ein Ganzes gebracht wurden; die plötzliche Verſicherung: „es iſt eine Knabe,“ ſchien daher ganz und gar nicht zu ſei⸗ ner Gedankenkette zu gehören, weßhalb er zerſtreut und überraſcht die Frage hinwarf:„Was iſt ein Knabe?“
O
„O Himmel, Sir!“ entgegnete Mrs. Primmins,„was
wird ein Knabe ſeyn? Was ſonſt, als das Neugeborene?“
„Das Neu— geborene?“ wiederholte mein Vater, in⸗ dem er ſich von ſeinem Stuhle erhob.„Wie, Ihr wollt mir damit doch nicht ſagen, daß Sa
„Ja, freilich will ich,“ verſetzte Mrs. Primmins mit einem Knixe;„und es iſt ſo ein hübſcher kleiner Schelm, wie nur je mein Auge einen geſehen hat.“
„Das arme, liebe Weib!“ ſagte mein Vater mitleihs⸗ voll.„So bald ſchon— ſo ſchnell!“ fügte er im Ton gedankenvoller Ueberraſchung bei.„Ei, wir haben uns ja erſt kürzlich geheirathet!“
„Gott behüte mich, Sir,“ rief Mrs. Primmins, die an dieſer Rede gewaltigen Anſtoß nahm;„es iſt zehn Monate und darüber!“
neh——?“
„Zehn Monate!“ entgegnete mein Vater mit einem Seufzer.„Zehn Monate! Und ich habe noch nicht fünfzig Seiten meiner Widerlegung von Wolfs ungeheuerlicher Theorie fertig! In zehn Monaten ein Kind! Und— wie ich


