Teil eines Werkes 
4.-6. Bändchen (1842)
Entstehung
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Träumen geſtaltet, ſoll Dein Loos ſeyn. Gleich wie Dein ganzes Geſchlecht mußt auch Du leiden, kämpfen und irren. Aber mild ſeyen Deine menſchlichen Prüfungen, und ſtark ſey Dein Geiſt zu lieben und zu glauben! Und ſo, wie ich Dich anſchaue, ſo moͤge mein Weſen in das Deinige ſeine letzte und innigſte Sehnſucht mit dieſem Hauche verpflanzen; moöge meine Liebe zu Deiner Mut⸗ ter auf Dich übergehen, und in Deinen Blicken vernehme ſie den ſtärkenden unb tröſtenden Zuſpruch meines Geiſtes! Horch! Sie kommen! ja! Ich erwarte Euch Beide jen⸗ ſeits des Grabes!

Die Thüre ging langſam auf; der Schließer erſchien, und durch die Oeffnung brach im ſelben Augenblick ein Sonnenſtrahl herein er ergoß ſich über das holde, fried⸗ liche Geſicht der glücklichen Schläferin er ſpielte wie ein Lächeln um den Mund des Kindes, das noch ſtumm und feſten Blickes die Bewegungen ſeines Vaters beobach⸗ tete. In dieſem Augenblick murmelte Viola in ihrem Schlafe:Der Tag iſt gekommen die Thore ſind ge⸗ öffnet! Gib mir Deine Hand; wir wollen hinaus! Zur See zur See! Wie der Sonnenſchein auf dem Waſ⸗ ſer ſpielt! nach Hauſe, Geliebter, nach Hauſe!

Bürger, Deine Stunde iſt gekommen!

Still! ſie ſchläft! Einen Augenblick! So, es iſt geſchehen! Dank dem Himmel! und fie ſchläft noch! Er wollte ſie nicht küſſen, um ſie nicht aufzuwecken, aber er hing ihr leiſe das Amulet um den Hals, das ihr dann ſeinen Abſchied ſagen, und mit dieſem Abſchied Wieder⸗

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