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Calderon, der Höfling / von dem Verfasser Pelham's, Eugen Aram's, Rienzi's usw. Aus dem Engl. von Gustav Pfizer
Entstehung
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Nein, Don Martin, verzeiht. Ich ſprach vom Marquis von Siete Igleſias. Seyd Ihr denn ſo ganz ein Fremdling in Madrid und am Hof, daß Ihr meint, der Herzog von Lerma unterzeichne je eine Schrift ohne das Verlangen des Don Rodrigo? Ja, er ſehe je eine Schrift an, unter welche er ſeinen Namen ſchreibt? Verlaßt Euch darauf, Ihr ſeyd hier, um die Habſucht oder Rache der Geiſel Spaniens zu befriedigen.

Unmöglich! rief Fonſeca.Don Rodrigo iſt mein Freund mein Gönner. Er überhäuft mich mit ſeiner Güte.

Dann ſeyd Ihr ganz gewiß verloren, ſagte der Gouverneur im Tone des Mitleids.Der Tiger lieb⸗ kost immer ſeine Beute, ehe er ſie verſchlingt. Was habt Ihr gethan, ſeine Güte zu verdienen?

Sennor, ſagte Fonſeca argwöhniſch,Ihr ſprecht zu einem Unbekannten mit einem ſeltſamen Mangel an Behutſamkeit, und das gegen einen Mann, deſſen Macht Ihr ſelbſt eingeſteht.

Weil ich vor ſeiner Rache ſicher bin, weil die Inquiſition ſchon ihr Verderben⸗bringendes Auge auf ihn geheftet hat; weil ich dieſer Inquiſition nicht un⸗ bekannt, nicht ohne ihren Schutz bin; weil ich mit Freude und Triumph die Stunde herannahen ſehe, welche der Gerechtigkeit den Kuppler des Prinzen über⸗ liefern ſoll, den Verräther des Königs, den Räuber des Volks; weil ich Theil an Euch nehme, Don Mar⸗ tin, was Ihr wohl begreifen werdet, ſobald Ihr