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Calderon, der Höfling / von dem Verfasser Pelham's, Eugen Aram's, Rienzi's usw. Aus dem Engl. von Gustav Pfizer
Entstehung
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„Er gefällt auch mir nicht,“ ſagte Calderon kalt; „die Gefahren, denen ich mich auszuſetzen mich erbot, ſind zu drohend, als daß man eine Freude daran haben könnte; ich danke Euch, daß Ihr mich meines Aner⸗ bietens entlaßt; auch hätte ich es gar nicht gemacht, Fonſeca, ohne die Eine Beſorgniß: was wird es ſeyn, wenn morgen der Herzog ſelbſt(bedenkt er iſt ein Mann der Kirche!) die Novize ſieht? wenn er ſie mit Drohungen gegen Euch ängſtigt? wenn er die Aebtifſin und die Kirche veranlaßt, das Noviziat abzukürzen? Wenn Beatriz durch Zwang oder Furcht gedrängt wird, den Schleier zu nehmen? wenn Ihr auch gleich nächſten Morgen frei gelaſſen werdet und ſie für Euch verloren findet?“

„Sie können— ſie dürfen das nicht!“

„Der Herzog kann und erlaubt ſich Alles, wo es den Ehrgeiz gilt; Eure Vermählung mit Beatriz würde er für eine ſeinem Haus angethane Schmach halten. Glaubt nicht, meine Warnungen ſeyen grundlos— ich ſpreche als ein gut Unterrichteter; dieß iſt die Verfah⸗ rungsweiſe, zu welcher der Herzog von Lerma ent⸗ ſchloſſen iſt. Nichts ſonſt könnte mich bewogen haben zu dem Anerbieten, Euretwillen allen Gefahren einer Verletzung der Geſetze und den drohenden Schreckniſſen der Inquiſition zu trotzen. Aber laß uns über einen andern Plan nachdenken. Iſt Eure Entweichung mög⸗ lich? Ich fürchte ſehr: nein! Nein, Ihr müßt meiner Ausſicht vertrauen, den Herzog zu bereden, daß er

Bulwer's Romane. LXXIV. 5