Fünftes Kapitel.
Die wahre Fata Morgansd.
In dem königlichen Gemach vor einem mit Pa⸗ pieren bedeckten Tiſch ſaßen der König und ſein Secre⸗ tär. In dem gewöhnlichen Weſen Philipps III. ernſt, finſter und ſchweigſam, war wenig, was ſelbſt dem erfahrenſten Hofmann die äußern Zeichen von Gunſt oder Laune zu erkennen gab. Seine Erziehung hatte ihn für das Kloſter geeignet gemacht, aber die Noth⸗ wendigkeiten des Deſpotismus hatten dem ſtlaviſchen Aberglauben auch tückiſchen Scharfblick zugeſellt. Das Geſchäft, deſſenwillen Calderon war berufen worden, war abgemacht, unter einem Schweigen, das nur ein⸗ ſolbige Worte des Königs und kurze Erläuterungen von Seiten des Secretärs unterbrachen; und Philipp gab aufſtehend Calderon das Zeichen, ſich zurückzu⸗ ziehen. Jetzt richtete der König ein blödes aber ſtetes Auge auf den Marquis und ſagte mit einer Art von Anſtrengung, als ob das Reden ihm ſchwer fiele, zu
ihm:
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