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den möchte. Ich war ſchon ſo glücklich geweſen, dem Herzog perſönlich bekannt zu werden, und von dieſem
Tag an ging es reißend ſchnell mit meinem Steigen.
Seit damals haben wir uns nicht mehr geſehen. Darf ich hoffen, daß es jetzt in Calderons Macht ſteht, ſich als nicht undankbar zu bewähren?“
„Ja!“ ſagte Fonſeca lebhaft,„es ſteht in Eurer Macht, mich von dem grenzenloſen Elend zu retten, das mich treffen kann. Es ſteht in Eurer Macht, we⸗ nigſtens glaube ich ſo, mich zum glücklichſten Menſchen zu machen!“
„Setzt Euch, ich bitte Euch, Sennor. Und wie? Ich ſtehe zu Euren Dienſten.“*
„Du weißt,“ ſagte Fonſeca,„daß ich, obwohl der Verwandte, noch keineswegs der Liebling des Herzogs von Lerma bin.“
„Nein, nein!“ unterbrach ihn Calderon ſanft und mit freundlichem Lächeln,„Ihr mißkennt meinen er⸗ lauchten Gönner; er liebt Euch, nicht aber Eure Un⸗ beſonnenheiten.“
„Ja! die Redlichkeit iſt etwas ſehr Unbeſonnenes! Ich kann mich nicht in das Vorzimmerleben fügen und ſchicken; ich kann nicht, wie der Herzog von Lerma, meinen nächſten Verwandten verabſcheuen, wenn ſein Schatten die Linie meiner Intereſſen kreuzt. Ich bin von dem Stamm Pelayo's, nicht Oppas; und mein Beruf, eher der eines alten Perſers als eines moder⸗ nen Spaniers, iſt, Roſſe zu tummeln, das Schwert zu ſchwingen und die Wahrheit zu ſagen.“


