Teil eines Werkes 
1.-4. Bändchen (1834)
Entstehung
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1⁰

III.

Spgibt eine Welt jenſeits der Sichtbarkeit,

Wo die Erinn'rung Hoffnungfarben trägt.

Der Jugend friſchem Blik mag geiſterhaft

Dies Leben dünken, aber innig ſüß

Ein Herz nur und ein Traum. Wenn Nebeldunſt Die Erde drükt, entfliehen wir dorthin;

Die Luft weht ſanft und golden glüht der Tag, Und Blumen blühen, Wälder rauſchen, Vögel Erwiedern ſich mit frohem Ruf. Der Mittag Lacht laut hinab die luſtgen Waſſerfälle.

Kein Menſch iſt dort, doch immer findeſt du

Die Nixe ihre goldnen Loken flechtend;

Und iſt der Tag hinunter und die Sterne

Sind aus des Himmels duftger Nacht gebrochen⸗ Erblikſt du oft im fernen Dämmerlicht

Die hellen Elfen auf dem Silbergrün;

Und wenn des Morgens roſenfarbnen Urnen Der junge Thau entperlt, wenn in den Himmel Ihr frohes Lied in wild verſchlungnen Kreiſen Die erſte Lerche webt, kommt luſtig flötend

Der bärtge Faun durchs würzge Laub daher, Und nebelähnlich ſinken Dunſtgeſtalten

Hinab in den kryſtallnen Quell, und ſtill Zerfliest die Oreade in des Bergs

Umgrünter Höhle.

Dein Werk iſt dies und deine Welt, du holde Bewohnerin der Herzen; jedes Glaubens Gebild, wenn ſchön es oder wunderbar,

Iſt dein; von dir geboren, doch unſterblich; Und jeder Drang der ſehnſuchtvollen Seele,

Der Ewigkeiten Same eingeſtreut Vom Himmel in die unfruchtbare Erde;