Teil eines Werkes 
5.-7. Bändchen (1834)
Entstehung
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Welt, daß ſie vor Wuth außer ſich gerathen gegen den, der derſelben zu vergeſſen ſcheint. Wenn Ei⸗ ner ſich ſelbſt ruinirt, ſo hört nur, welche Schmä⸗ bungen er einnimmt! ſeine Mitmenſchen nehmen es wie eine perſönliche Beleidigung auf!

Dum defluat amnis-

Ein Hauptgrund, warum Männer, die hohe Stellen bekleidet haben, ſich ſo getäuſcht finden, wenn ſie ins Privatleben zurücktreten, iſt der: die Erinnerung macht eine Hauptquelle des Genuſſes für denjenigen aus, der lebhaft zu hoffen aufhoͤrt; aber das Gedächtniß des angeſehenen Mannes führt ihm nur das öffentliche Leben vor, das ihm zuwi⸗ der geworden iſt. Sein Privatleben iſt unvermerkt dahingeſchwunden und hat nur ſchwache Spuren der Sorge oder der Freude hinterlaſſen, welche ihn zu ſehr beſchäftigt fanden, um die einfachen, ruhi⸗ gen Eindrücke des häuslichen Lebensverlaufes zu beachten

Selbſtverherrlicher.

Die Vorſehung ſcheint es einer gewiſſen Claſſe von Menſchen angethan zu haben, welche immer das Ihrige durch ein verſchönerndes Medium er⸗ blicken, ihr Haus für das beſte in der Welt halten, ihr Gewehr für das zuverläſſigte und ihre Jagd⸗ hunde für wahre Wunderthiere; wie Dberſt Han⸗ ger den Dekonomiſten einen Rath gab, nemlich ihre Diener Jeden mit einer großen Brille zu verſeben,