Teil eines Werkes 
5.-7. Bändchen (1834)
Entstehung
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gegen ihn ausgeſprochen werden ſoll. Nachdem er ſich dieſer Rede in angemeſſenern Ausdruͤcken entledigt hatte, als ihm ſonſt gelang, ſtand der Squire raſch auf und ſchwankte aus dem Zimmer.

Lucie ſank in den Seſſel den ihr Vater ver⸗ laſſen, und Clifford ſaste, ſich ihr nähernd, mit heiſerer, leiſer Stimme:

Ihr Vater, Miß Brandon, hat ganz recht geſagt, ich wolle lieber ſterben, als mein Auge hoffend zu Ihnen erheben. Ich dachte geſtern, Sie zum letztenmal geſehen zu haben; der Zu⸗ fall, nicht meine eigne Thorheit oder Anmaßung, hat mich wieder in Ihre Nahe gefuͤhrt und eben die wenigen Stunden, die ich mit Ihnen unter Einem Dache zubrachte, ließen mich fuͤhlen, wie meine Liebe, mein Wahnſinn erſt jetzt die hoͤchſte Hoͤhe erreicht hat. O Lucie! fuhr Clifford in einem leidenſchaftlicheren Ton fort und warf ſich wie von einer ploͤtzlichen, unwiderſtehlichen Macht getrieben, ihr zu Fuͤßen,wenn ich hoffen konn⸗ te, Sie zu verdienen hoffen koͤnnte, mich vom Staub zu erheben koͤnnte ich dieß! aber nein! nein, nein! Ich bin von aller Hoffnung und fuͤr immer abgeſchnitten.

Es lag eine ſo tiefe, bittre, herzinnige, kum⸗ mervolle Selbſtanklage in dem Ton, womit die letzten Worte geſprochen wurden, daß Lucie, jede Vorſicht wegwerfend, und Alles andre in der Be⸗ ſtuͤrzung des Mitgefuͤhls und der Theilnahme vet⸗